Arbeiten in Wohlfühlatmosphäre:
Kann sich ein Büro wie ein Zuhause anfühlen?
- Die neue KAB-Zentrale in Kopenhagen verbindet Büro- mit Wohnkultur und dient als gemeinsamer Arbeits- und Wohlfühlraum für 44 Wohnungsbauorganisationen mit rund 400 Büromitarbeitenden.
- Das Raumkonzept überträgt bewusst klassische Wohnelemente wie das Wohnzimmer, die Küche und den Garten auf den Arbeitsplatz. Dies erzeugt ein heimisches Gefühl und fördert die Interaktion.
- Durch die pentagonale Form ohne klare Vorder- oder Rückseite öffnet sich das Gebäude zu allen Seiten und versteht sich als Treffpunkt und als verbindendes Element im urbanen Kontext.
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Der aktuelle WorkPlace Champion macht deutlich, wie stark sich die Erwartungen an Arbeitswelten im Wandel befinden. In einer Zeit, in der hybrides Arbeiten zur neuen Normalität geworden ist, steht das Büro in einem neuen Wettbewerb, nämlich mit dem eigenen Zuhause. Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr nur, wo, sondern auch wie und warum gearbeitet wird.
Wie müssen Arbeitsumgebungen gestaltet sein, damit Menschen dort nicht nur arbeiten, sondern sich auch wohlfühlen?
Kann aus einem funktionalen Arbeitsort ein Ort entstehen, der Identifikation und Wohlbefinden schafft?
Das KAB HQ in Kopenhagen von Henning Larsen Architects zeigt, wie sich Bürokultur und Wohnkultur sinnvoll miteinander verbinden lassen, ohne dabei an Professionalität und Seriosität einzubüßen.
Ein Arbeitsplatz, der Wohlbefinden erzeugt
Das KAB HQ veranschaulicht, wie sich diese Entwicklung in ein durchdachtes Raumkonzept übersetzen lässt.
- Wohnliche Gestaltung: Natürliche Materialien, Textilien und warme Farbwelten schaffen eine Atmosphäre, die emotionale Nähe fördert und Stress reduziert.
- Differenzierte Flächennutzung: Rückzugsorte, Konzentrationsbereiche, Begegnungsflächen und Kreativzonen ermöglichen ein ganzheitliches Raumerlebnis und unterstützen unterschiedliche Arbeitsweisen.
Zwischen Komfort und Kultur
Die Annäherung an das Zuhause eröffnet neue Perspektiven, stellt jedoch auch klare Anforderungen.
- Der Mensch im Fokus: Nutzerbedürfnisse rücken in den Mittelpunkt, ohne die Anforderungen an Organisation und Leistungsfähigkeit zu vernachlässigen.
- Arbeitskultur im Wandel: Werte wie Offenheit, Vertrauen und Flexibilität spiegeln sich zunehmend im Raum wider und werden dort erlebbar.
Arbeiten, wo Raum verbindet
Das Büro der Zukunft ist kein standardisierter Arbeitsplatz mehr. Es entwickelt sich zu einem Ort, der inspiriert, verbindet und Orientierung bietet. Dabei werden gezielt Qualitäten integriert, die bislang dem Privaten vorbehalten waren.
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