Mit Activity Based Working Personaler begeistern

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Messe Zukunft Personal 2019 in Köln

Mit Activity Based Working Personaler begeistern

von Kerstin Lammers

Die Arbeitswelt ist in Veränderung – in immer größerem Tempo: Viele Branchen, und damit Arbeitsformen, ändern sich dramatisch. Arbeitsverhältnisse werden in Projektzyklen gedacht, agiles Arbeiten und Coworking sind immer mehr auf dem Vormarsch. 40 Jahre lang denselben Büroarbeitsplatz zu besetzen – auch in den rein praktischen Wortsinnen – ist längst passé. Wir leben in stetiger Erneuerung
oder, wie es das Motto der diesjährigen Messe Zukunft Personal ausdrückte, im permanenten Beta-Zustand. „Von analog zu digital (…), von starren Strukturen zu durchlässigen Hierarchien – der kontinuierliche ‚beta-Status’ ist allgegenwärtig und verändert die Arbeitswelt nachhaltig“, brachte die Messe ihr Credo auf den Punkt. Eins jedoch bleibe unverändert: „Der Mensch steht im Mittelpunkt des Wandels
und er ist und bleibt die wichtigste Ressource für Unternehmenserfolg.“

Die Leitmesse Zukunft Personal Europe vernetzt seit 20 Jahren die HR-Community. Sie bringt alle zusammen, die die Arbeitsgesellschaft mitgestalten wollen. Und so war auch Eurocres Mitte September in Köln vertreten, auf einem Gemeinschaftsmessestand des
Deutschen Netzwerks Büro e.V. (DNB). Die Aufgabe des Vereins liegt auf einer Linie mit Eurocres: „Die Förderung guter und gesunder Büroarbeit im Kontext einer sich rasant verändernden Arbeitswelt“. 

Gemeinschaftsstand mit dem Deutschen Netzwerks Büro e.V. (DNB).

An seinem Stand stellte Eurocres die Idee des Activity Based Working (ABW) heraus: ein Arbeitsplatzkonzept für flexible, vielfältige und vor allem flächeneffiziente Arbeitswelten zum Zusammenarbeiten. Ausgangspunkt bei ABW ist die Erkenntnis, dass die Interaktion zwischen den Mitarbeitern 80 Prozent aller Innovationen hervorruft. Allein unter diesem Gesichtspunkt kann Eurocres Büroflächen und deren Belegung planen, und zwar mit ActivityCode®, einem seiner computergestützten und hauseigenen Tools. Mit dem Tool lassen sich 40 Prozent Flächeneinsparung erzielen. Der branchenführende ActivityCode® erfasst alle Aktivitäten: Telefonate, Individualarbeit und die gesamte Zusammenarbeit der Belegschaft. Aus diesen Berechnungen ergeben sich die Raummodule, die auf Schautafeln den Besuchern am Messestand vorgeführt wurden. Ein typischer Arbeitstag der zwei Beispielpersonen Max und Lara wurde dort lehrreich durchdekliniert, anhand der Aufgaben und der Kommunikationsbeziehungen – und den entsprechenden Räumen und dem Mobiliar, wie Arbeitsnische, Arbeitsplatz, Besprechung am Tresen, Besuch der Coffeebar oder des ThinkTanks. 

Eurocres-Messewand-ZukunftPersonal019

Nutzer des ActivityCode® gewinnen so Entscheidungssicherheit. Denn Ihre Büroraumanforderungen werden auf Basis der Aktivitätsdaten aller Mitarbeiter berechnet, die dann ein Umfeld finden, in dem ihre jeweiligen Bedürfnisse nach Ruhe, Konzentration, Zusammenarbeit oder Kreativität bedient werden. Der zentrale Faktor „Aktivität“ prägt so das künftige Planungsprinzip für Aufbau und Design einer modernen Immobilie.

 

Räume müssen heutzutage „kommunikativ“ sein, neben den beiden anderen wichtigen Attributen effizient und nachhaltig; wobei all diese Punkte Hand in Hand gehen. Mit Activity Based Working (ABW) werden sich Arbeitsflächen massiv verändern, hin zu multifunktionalen Arbeitswelten mit verschiedensten Raumangeboten für Mitarbeiter. Wo es früher beispielsweise 11 Arbeitsplätze und nur zwei verschiedene Arbeitsmöglichkeiten gab, haben nun 17 Personen Platz, die vier Arbeitsmöglichkeiten ausleben. Dieses kommunikativere Design ist effizient und automatisch nachhaltig. Eurocres als Wissenspionier setzt diesen Dreiklang für Projektentwickler, Immobilienbetreiber und Mieter um.

 

Starke Verbindung zu agilem Arbeiten und Design Thinking

Damit diese neue Philosophie auch Einzug in die Unternehmen hält, war Eurocres mit seinem Konzept auf einer Personalmesse vertreten. Schließlich sind HR-Verantwortliche der Schlüssel, um neue Arbeitswelten einzuführen. Gleichzeitig führen bei ABW viele inhaltliche Links zu weiteren Modellen und Methoden wie Design Thinking und agilem Arbeiten. So beeinflusst der Weg zu mehr Agilität im Unternehmen zahlreiche andere Faktoren in der Gesamtorganisation.

„Agil arbeiten – Lösungen für Organisation, Raum und Führungskultur“ hieß denn auch die Podiumsdiskussion, organisiert durch das Deutsche Netzwerk Büro e. V. im „Future of Work Campus“. Die Expertendiskussion behandelte die Hintergründe, um agile Organisations-, Führungs- und Raumstrukturen umzusetzen, und vermittelte praxisorientierte Beispiele. Kerstin Lammers, Head of Transformation WorkPlace bei Eurocres, sprach über die Rolle des Raumes bei der Entwicklung einer agilen Unternehmenskultur und die Aufgabe der HR bei der Gestaltung neuer Arbeitswelten. David Wiechmann, Vorsitzender des DNB, betonte die Wichtigkeit des Zusammenspiels von Unternehmens- und Führungskultur, Organisationsstruktur und dem räumlichen Umfeld für die erfolgreiche Umsetzung moderner Arbeitsmethoden.

Die digitale Transformation erfasst nicht nur Technologien und Kommunikationsbeziehungen, sondern wandelt die Arbeitswelt drastisch. Damit ist sie Vorbote und Spiegel der künftigen Permanent-Beta-Gesellschaft. Das Fazit von drei Tagen Messe: Der Change bei Kommunikation und Unternehmenskultur braucht neue Räume.
in Weg dorthin, auch als Lern- und Erkenntnisprozess, führt über das Activity Based Working – und es ist gerade Aufgabe der HR-Experten, diesen Weg zur neuen Unternehmenskultur zu gestalten

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